Bürgerinitiative Lausböhl

aktuelles

Geplanter Gleisanschluss ist Thema in Sitzung der Stadtverordneten am 16.05.2017

Die Freie Wähler-Bürgerliste hat, nachdem bisher keinerlei Aktivitäten zur Ertüchtigung der Gleisanlagen am Bahnhof Groß-Gerau-Dornberg erkennbar sind, eine offizielle Anfrage zur aktuellen Sachlage gestellt. Zur Erinnerung: Die Wiederinbetriebnahme des Gleisanschlusses ist eine verbindliche Zusage von Fa. ARS Altmann und war insbesondere für die Grünen das entscheidende Argument dem Bebauungsplans im November zuzustimmen.

Gemäß der offiziellen Antwort der Stadtverwaltung hat Fa. ARS Altmann vor kurzem einen entsprechenden Antrag bei der Bahn gestellt.

Mit Verwunderung mussten wir feststellen, dass weder ein Termin zur Wiederinbetriebnahme noch ein Zeitplan genannt wurde. Sogar die mögliche Vertragsgestaltung (Abgabe der Gleise an Altmann oder Vermietung der Gleise) ist noch offen.

Wir als BI würden die Wiederinbetriebnahme sehr begrüßen, glauben aber weiterhin nicht an eine Realisierung. Und so wie sich das Verfahren gestaltet, ist 2017 damit auch nicht mehr zu rechnen.

Warten auf Einhaltung der Versprechungen

Die Anwohner von Dornberg und Umgebung leiden weiterhin unter den bereits heute unhaltbaren Zuständen im Umfeld des Betriebsgeländes von Fa. ARS Altmann. Und keine der versprochen Zusagen – gemäß Durchführungsvertrag - sind bisher einhalten worden:

  • Trotz Zusage von Fa. ARS Altmann, dass ab dem ersten Quartal 2017 wieder Autos per Bahn angeliefert werden, sind die Gleise weiterhin stillgelegt. Wenn man sich den schlechten Zustand der Gleisanlagen anschaut, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass mit einer Wiederinbetriebnahme in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist.
  • Die Spezialtransporter von Fa. ARS Altmann parken weiterhin nahezu täglich im absoluten Halteverbot und den Fahrern stehen weiterhin keine sanitären Anlagen zur Verfügung.
  • Die Stadtverwaltung Groß-Gerau hatte uns mehrfach versichert regelmäßig Verkehrskontrollen im Gewerbegebiet durchzuführen. Trotz intensiver Korrespondenz mit den Vertretern der Stadt GG, ist bisher keine Verbesserung erkennbar. Seit kurzem erhalten wir auf unsere Anfragen (und Hinweise mit Bildbeweisen) noch nicht einmal mehr eine Antwort aus dem Stadthaus.
  • Gemäß Durchführungsvertrag dürfen die Lichtmasten nicht in Richtung der Wohngebiete ausgerichtet sein. Trotz mehrerer direkten Ansprachen oder Vorortterminen mit Vertretern von Fa. ARS Altmann, ist keine nachhaltige Verbesserung erkennbar. Verbesserungen greifen, wenn dann nur für kurze Zeit. Durch die geplante Erweiterung rücken die Lichtmasten bis zu 90 m an die Wohngebiete heran.

Finale Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung am 08.11.2016

Es war eine hitzige und intensive Diskussion. Aber am Ende fand sich eine Mehrheit von 19 zu 13 Stimmen für die Genehmigung des Bebauungsplans.

Knackpunkte waren die vorliegenden Lärmgutachten sowie die geplante Wiederinbetriebnahme des Gleisanschlusses am Bahnhof Groß-Gerau-Dornberg. SPD, Linke und Freie Wähler-Bürgerliste wiesen auf gravierend Fehler in den Lärmgutachten hin. Gemäß den Angaben von Fa. ARS Altmann ist bereits heute (vor der geplanten Erweiterung) der LKW-Verkehr so hoch wie nach der Erweiterung prognostiziert. Auf diesen Zahlen basieren allerdings die Berechnungen des zu erwartenden Lärms. Und gemäß der Lärmgutachten liegen diese ganz knapp unterhalb der zulässigen Grenzwerte und liegen demnach nach dem Ausbau eindeutig über den Grenzwerten.

Massiv enttäuscht sind wir von der Kombi, die vor der Wahl im März 2016 in einer öffentlichen Podiumsdiskussion versprochen hatte, auf jeden Fall gegen das geplante Bauvorhaben zu stimmen. Uns wurde dies auch mehrfach per E-Mail so von der Kombi bestätigt. Eindeutig wieder einmal ein Fall von Wählertäuschung!

So richtete sich unsere letzte Hoffnung auf die Grünen, die bis zuletzt unentschlossen waren. Aber die Aussicht zur Wiederinbetriebnahme des Gleisanschlusses sowie die Zusage von Bürgermeister Sauer sich ebenfalls in die Verhandlungen mit der Bahn einzuschalten, hat hier den Ausschlag gegeben.

BI hat Unterlagen von Stadt Groß-Gerau erhalten

Bürgermeister Sauer hat der BI am 3.8.2016 die Planungsunterlagen für den Satzungsbeschluss gemäß § 10 Abs. 1 BauGB übergeben. In dem prall gefüllten Ornder sind neben dem eigentlichen Satzungsbeschluss auch ca. 250 Seiten enthalten mit den Antworten und Stellungnahmen der Stadtverwaltung auf die umfangreichen Einwände und Hinweise aus dem Sommer 2015. Ergänzt wurden auch einige Gutachten.

Die Terminlage sieht nun die folgenden Schritte vor

  • Beratung im Planungs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss am 05.10 und 19.10
  • Beratung im Haupt und Finanzausschuss am 03.11
  • Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung am 08.11

Am 13.07. wurde die BI von Fa. ARS Altmann im Standort Groß-Gerau zu einem Gespräch eingeladen

Das konstruktive Gespräch fand in angenehmer Atmosphäre statt. Die gegenseitigen Standpunkte wurden ausgetauscht. Fa. Altmann konnte wieder einmal nicht alle Fragen abschließend beantworten, z.B. zur vorgenommenen illegalen Verrohrung des Herrenfeldgrabens. Wir haben klar unsere Kritiken und Bedenken gegen das geplante Vorhaben zum Ausdruck gebracht.

Ein erster Erfolg der BI!

Der Natodraht, der seit der Rodung in der letzten Februarwoche frei auf dem Feld lagerte und eine Gefahr für Mensch und Tier darstellte, wurde nun endlich am 27.05.2016, nach drei Monaten(!), beseitigt.

Der Info-Stand der BI bei „Der Kreis rollt“ in Dornheim am 22.05.2016.

Info-Stand der BI

Fallen am Altmann

Fallen am Altmann

An den gerodeten Durchbrüchen für die neuen Stellplätze wurde der alte Stacheldrahtzaun nicht ordnungsgemäß entfernt, sondern einfach liegen gelassen. Dadurch entsteht eine akute Gefahr für die Wildtiere und freilaufende Hunde.




Die Firma Altmann schafft Fakten

An den geplanten Durchbrüchen für die neuen Stellplätze wurden am 18. und 19.02.16 die Bäume und Büsche mit Genehmigung (datiert vom 17.12.15) der zuständigen Behörde gerodet. Obwohl gemäß den Aussagen von Bürgermeister Sauer am 02.02.16 noch völlig offen ist, ob die geplante Erweiterung der Firma Altmann auf dem Gelände des Lausböhls umgesetzt werden darf.