Bürgerinitiative Lausböhl

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Die Bürgerinitiative

Die Bürgerinititive

Die Firma ARS Altmann beabsichtigt, ihr Firmengelände in Groß-Gerau Dornberg zu erweitern, um darauf noch mehr KFZs abstellen zu können. Dazu sollen 1,6 ha Grünfläche auf der Gemarkung "Am Lausböhl" versiegelt werden.

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Die Situation

Nach Prüfung von mehreren Ordnern an Unterlagen und Gutachten und nach intensiven Diskussionen mit unseren gewählten Vertretern, wurde am 8. November 2016 in der Stadtverordnetenversammlung dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan zur Erweiterung der Kfz-Aufstellfläche mehrheitlich zugestimmt (19 zu 13 Stimmen). Dafür haben gestimmt: CDU, FDP, Grüne und Kombi. Uns unterstützt und mit Nein haben gestimmt: SPD und Linke auch die Frei Wähler-Bürgerliste.

Gemäß der offiziellen Antwort der Stadtverwaltung hat Fa. ARS Altmann vor kurzem einen entsprechenden Antrag bei der Bahn gestellt.

Mit Verwunderung mussten wir feststellen, dass weder ein Termin zur Wiederinbetriebnahme noch ein Zeitplan genannt wurde. Sogar die mögliche Vertragsgestaltung (Abgabe der Gleise an Altmann oder Vermietung der Gleise) ist noch offen.

Wir als BI würden die Wiederinbetriebnahme sehr begrüßen, glauben aber weiterhin nicht an eine Realisierung. Und so wie sich das Verfahren gestaltet, ist 2017 damit auch nicht mehr zu rechnen.

Flyer und Widersprüche

Was aus den Gutachten nicht hervorgeht, ist die Tatsache, dass mit der Erweiterung der KFZ- Abstellfläche auch eine Erhöhung der Frequenz des be- und entladenden LKW-Verkehrs einhergeht: In Zukunft sollen also noch mehr LKWs über die B44 rollen! Von dem damit verbundenen Lärm, der Luftverschmutzung oder einer weiteren Vernässung der Region durch die Versiegelung ist in keinem der Gutachten die Rede! Schon jetzt haben einige Anwohner feuchte Keller.

Kreisbauernmarkt 2016

Kreisbauernmarkt 2016
Kreisbauernmarkt 2016
Kreisbauernmarkt 2016
Kreisbauernmarkt 2016

Faktenlage

Was erwartet uns in der Kreisstadt Groß-Gerau an zukünftigem Verkehr?

Im März 2016 hat Bürgermeister Stefan Sauer von Firma Altmann erfahren, dass nach dem Ausbau mit einer wahrscheinlichen Steigerung des Fahrzeugumlaufs auf 116.100 Umsetzungen im Jahr zu rechnen ist. Dies ist zu lesen im Gerauer Rundblick am 3. März 2016.

In den Gutachten aus 2015 ist lediglich von 20.000 Umsetzungen pro Jahr nur für die erweiterte Fläche(!) zu rechnen.

Was bedeutet nun 116.100 PKW-Umsetzungen pro Jahr?

Bei einer durchschnittlichen Beladung von 4,4 PKW pro Spezialtransporter (ermittelt von der BI am 9.5.2016) ergeben sich ca. 26.000 Fahrten von Spezialtransportern pro Jahr in einfacher Richtung. Dies muss noch mit einem Faktor 2 multipliziert werden (An- und Abtransport). Somit ergeben sich in Summe ca. 50.000 Fahrten von Spezialtransportern pro Jahr. Bei einer Annahme von 250 Arbeitstagen müssen wir mit ca. 200 Spezialtransportern am Tag rechnen (also bei 10h sind dies alle 3 Minuten ein Spezialtransporter!).

Im Ausschuss PLUS (Planung, Umwelt und Stadtentwicklung) am 18.5.2016 hat der Prokurist der Firma Altmann, Herr Yorck Hellwig, bestätigt, dass es selbstverständlich auch Leerfahrten gibt. Den von der BI ermittelten durchschnittlichen Beladungswert von 4,4 konnte er nicht bestätigen, hat diesen aber auch nicht als unkorrekt bezeichnet.

Die Gutachten aus 2015 rechnen jedoch die Anzahl der Fahrten mit der Annahme, dass die LKWs immer mit 8 PKWs voll beladen sind! Genau diesen Unterschied haben wir in unseren Widersprüchen aufgeführt.

Verkehrssituation

Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg
Verkehrssituation in Dornberg

Schützt unsere Äcker!

Ackerland ist nicht nur eine grüne nutzlose Wiese. Nein, es ist eine Fläche auf der in der Region Nahrungs- und Futtermittel für die Region angepflanzt wird. Diese Erkenntnis hat sich noch nicht überall herum gesprochen. In Heppenheim gab es zu diesem Thema eine historische Pressekonferenz. Kreisvorsitzende vom Bund und Regionalbauernverband haben nun gemeinsam ihre Stimme erhoben und schlagen Alarm. Es geht nicht „nur“ um Ackerfläche, durch jede Versiegelung werden auch landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Außerdem führt die schwindende Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln innerhalb Deutschlands zur Verlagerung der Produktion in Entwicklungsländer mit verheerenden Folgen auf die dortigen Menschen und Natur.

Pro Tag gehen 2 Hektar Fläche, das entspricht fast der Größe des Lausböhls, in Südhessen verloren. Das bedeutet das in 83 Jahren alle Flächen aufgebraucht sein werden. Dann gibt es den Kreisbauernmarkt nicht mehr und alles was wir und unsere Tiere brauchen, müssen wir einfliegen oder mit LKWs anfahren lassen. Ist dieser Trend nicht genau gegenläufig zu den angeblich so nachhaltig einkaufenden Kunden, die regionale und saisonale Produkte möglichst aus Bioanbau kaufen wollen? Wann begreifen wir endlich, dass nichts an Ressourcen unendlich ist in unserer Welt?

Und wo werden wir dann unsere Erholung suchen? Einen Spaziergang mit oder ohne Hund durch die Feldwege am Ortsrand wird es nicht mehr geben! Joggen, Nordic Walking und Radfahren durch das tolle Gewerbegebiet mit Feinstaubbeigabe der LKWs, ein ganz neues Naturerlebnis!

Wollen wir wirklich so unser Südhessen unseren Kindern überlassen? Nein, es reicht, wir müssen umdenken, damit für die nachfolgenden Generationen noch Natur übrig bleibt!

Die BI vor der Stadthalle Die BI vor der Stadthalle Die BI vor der Stadthalle Die BI vor der Stadthalle

Kreisbauernmarkt 2015

Die BI auf dem Kreisbauernmarkt 2015 Die BI auf dem Kreisbauernmarkt 2015 Die BI auf dem Kreisbauernmarkt 2015 Die BI auf dem Kreisbauernmarkt 2015